Wie das geht? Mit einer Methode, die „Vibecoding“ genannt wird. Hier ist unser Werkstattbericht und warum dieses Experiment mehr ist als nur eine Spielerei.
Inhaltsverzeichnis
Der didaktische Ansatz: Warum „Machen“ besser ist als „Prompten“
- Entmystifizierung: Code ist keine Magie, sondern Logik.
- Selbstwirksamkeit: „Ich habe das gebaut“ ist ein massiver Motivations-Boost.
- Systemverständnis: Wer einmal versucht hat, einer KI zu erklären, wie ein „Nein-Sagen-Trainer“ funktionieren soll, lernt präzises Denken (Computational Thinking) viel schneller als durch Folien.
Was zur Hölle ist „Vibecoding“?
In unserem Manifest an Tag 24 definieren wir es so:
Vibecoding ist das Prototyping von Software durch Nicht-Programmierer mithilfe von Generativer KI. Wir schreiben die Syntax nicht selbst – wir steuern die Logik und den „Vibe“ (UX/UI).
- Ein Verständnis für das Problem (Was soll passieren?).
- Die Fähigkeit, präzise Anweisungen zu geben.
- Die Geduld, Fehler im Dialog mit der KI zu beheben.
Pssst…
Du willst Vibecoding selbst ausprobieren und hast eine coole Idee für eine App oder ein Adventskalender-Türchen?
Dann melde dich bei uns! Für unseren Adventskalender haben wir noch Plätze frei, die wir gerne mit deiner Idee füllen möchten. Werde Teil unseres Experiments und lass uns gemeinsam zeigen, wie einfach und kreativ Vibecoding sein kann.
Der Adventskalender hat bereits gestartet, aber keine Sorge, du kannst dich jederzeit melden!
Schreib uns einfach eine E-Mail oder kontaktiere uns direkt bei LinkedIn: Vroni oder Kathi. Wir freuen uns auf deine Ideen und darauf, gemeinsam spannende Apps zu kreieren.
Mein Vorwissen: Ein HTML-Kurs 2001, in der siebten Klasse..."

Behind the Code: Vier Beispiele aus dem Kalender
Türchen 1: AI Persona Engine
Die Idee: Ein Baukasten, mit dem du dir deine perfekte KI-Persona zusammenklicken kannst – inklusive Rolle, Expertise-Level und Reglern für Kreativität, Härtegrad, Autonomie und Emoji-Dichte. Der Vibe: Sieht nach „High-End-AI-Lab“ aus, fühlt sich aber eher an wie ein Charakter-Editor in einem Videospiel – nur eben für deine KI.
Die technische Wahrheit: Unter der Haube steckt im Kern ein simples Konfig-Formular, das aus deinen Slider- und Button-Optionen einen strukturierten Systemprompt zusammenbaut. Statt komplizierter Logik werden die Werte als Textbausteine kombiniert, sodass du den fertigen Prompt nur noch kopieren musst – kein Backend, keine Datenbank, nur clevere Frontend-Orchestrierung.
Lektion: Oft reicht es, abstrakte Einstellungen (wie „mehr kreativ, weniger streng“) nur sauber in Worte zu übersetzen. So wird aus ein paar Slidern ein „Magic Tool“, ohne dass im Hintergrund komplexe KI-Logik laufen muss.
Türchen 2: Der adventliche Meeting Checkout-Generator
Die Idee: Ein Generator für smarte Check-out-Fragen, mit denen du Meetings nicht einfach versanden lässt, sondern bewusst und menschlich beendest. Der Vibe: Moderationskarte für digitale Meetings – freundlich, leicht ironisch und ideal, um Teams aus dem Autopiloten zu holen.
Die technische Wahrheit: Die App arbeitet mit einem kuratierten Pool aus Check-out-Fragen, kategorisiert nach Stimmung (reflektierend, witzig, tiefgehend). Ein einfacher Button triggert die zufällige Auswahl einer Frage, optional gefiltert nach Kategorie; technisch läuft alles im Frontend, ohne Nutzer-Daten zu speichern.
Lektion: Gute Facilitation braucht oft eher gute Fragen als gute KI. Ein sauber gepflegter Fragenpool plus Random-Logik kann Meeting-Kultur messbar aufwerten – ganz ohne komplexes System im Hintergrund.
Türchen 3: Prompt-Roulette
Die Idee: Ein Roulette-Rad für KI-Prompts, das dir per Klick absurde Kombinationen aus Aufgaben, Stilen und Themen ausspuckt – perfekt gegen kreative Funkstille. Der Vibe: Spielerisch, ein bisschen chaotisch, und genau richtig, um aus der eigenen Content-Comfort-Zone geschubst zu werden.
Die technische Wahrheit: Im Kern arbeitet die App mit ein paar Arrays (z.B. Aufgaben, Genres, Tonalitäten), aus denen pro Spin jeweils ein Element zufällig gezogen und zu einem Prompt zusammengefügt wird. Kein komplexes Zufallssystem, kein Machine Learning – nur klassisches Randomizing, das im Frontend läuft und direkt ein Textfeld befüllt, das du in ChatGPT & Co. kopieren kannst.
Lektion: Kreativitätstools müssen nicht „intelligent“ sein – sie müssen nur genügend unerwartete Kombinationen liefern. Ein gutes Random-System plus freche Textbausteine bringen oft mehr als ein überkomplizierter Algorithmus.
Türchen 4: Agency Chronicles – AI Literacy Quest
Die Idee: Ein Mini-Game, in dem du in Agentur-Szenarien wie „Der LinkedIn-Post“ oder „SEO-Massenproduktion“ landest und spielerisch deine KI-Kompetenz testest. Der Vibe: Gamifizierte Lernreise mit Leveln und Szenarien statt trockener E-Learning-Folien – eher „Karriere-Quest“ als Schulung.
Die technische Wahrheit: Die App kombiniert ein paar vorgefertigte Szenarien mit Entscheidungsbäumen, die im Frontend ausgewertet werden und dein Kompetenzprofil als Radar-Chart visualisieren. Die Antworten werden nicht per KI bewertet, sondern über simple Scoring-Logik in Kategorien wie Technikverständnis, Ethik oder gesellschaftliche Wirkung gemappt.
Lektion: „AI Literacy“ muss nicht KI-gestützt sein, um stark zu wirken. Szenariobasiertes Storytelling plus visuelles Feedback motiviert Nutzer deutlich mehr als eine weitere trockene Checkliste.

Tech-Stack & Datenschutz: Die „No-Stack“-Strategie
npm install, Server-Konfigurationen, da steigen die meisten Marketer aus.Was wir gelernt haben (und du auch lernen kannst)
- Verlange bei so einfachen Micro-Apps wie den unseren am besten erst mal EINE Datei: Wenn die KI anfängt, CSS und JS auszulagern, stopp sie. Für Prototypen und Anfänger ist die Übersicht in einer Datei Gold wert.
- Kopiere den Fehler, nicht den Code: Wenn etwas nicht geht, versuche nicht, den Code selbst zu fixen. Kopiere die Fehlermeldung aus der Browser-Konsole und sag der KI: „Analysiere die Logik, warum das passiert.“
- Prompting ist Logik-Design: Die KI schreibt den Code, aber du musst die Logik definieren. Wenn du nicht erklären kannst, wie das Spiel funktionieren soll, kann die KI es nicht bauen.
AI Literacy beginnt beim Machen
Du willst auch so coole Sachen mit KI machen?
Klar, neue Tools kommen ständig raus – und irgendwann verliert man den Überblick. Wir helfen dir dabei, dass du weißt, was du machst.
Unsere Weiterbildungen:
AI Content Creator (11h Live): Lerne, wie du KI für Texte, Bilder und Social Media nutzt. Vormittags, entspannt, und du kannst alles direkt ausprobieren.
AI Content Manager mit IHK-Zertifikat (20h Live): Mehr Tiefe gefällig? Hier gehts um richtige Content-Strategien und Kampagnen – plus ein IHK-Zertifikat, das was wert ist.
Visual AI Engineer (40h Live): Du stehst auf Bilder und Videos? Lerne ComfyUI, Workflows und wie du das alles automatisierst. Ziemlich gefragtes Zeug.
Was uns ausmacht: Wir machen KI seit 2022 und wissen, was funktioniert und was nur heiße Luft ist. Du lernst das, was du wirklich brauchst.
Für Teams: Dein ganzes Team soll mitkommen? Können wir machen – einfach melden.







